Offener Schlagabtausch in Kevelaer
Am Samstag, den 28.03.2026, stand für uns das Auswärtsspiel beim Kevelaerer SV an. Nach der enttäuschenden Leistung in der Vorwoche wollten wir in Kevelaer ein anderes Gesicht zeigen und mit mehr Tempo, mehr Konsequenz und vor allem mehr Leidenschaft auftreten. Dass es am Ende ein torreiches Spiel werden würde, zeichnete sich dabei schon früh ab.
Der Start in die Partie gelang uns ordentlich. Bereits nach 33 Sekunden brachte Cedric uns mit dem 0:1 in Führung. Auch in den folgenden Minuten waren wir gut im Spiel, suchten im Angriff immer wieder konsequent unsere Chancen und konnten uns zunächst immer wieder leichte Vorteile erarbeiten. Über 2:4, 6:7 und 7:9 hielten wir die Partie offen und zeigten gerade offensiv eine deutlich verbesserte Leistung im Vergleich zur Vorwoche.
Allerdings wurde auch schnell deutlich, dass es an diesem Abend kein Spiel der Defensivreihen werden würde. Kevelaer fand ebenfalls immer wieder Lösungen gegen unsere Abwehr und nutzte unsere Nachlässigkeiten konsequent aus. Besonders im Rückzugsverhalten und in den Zweikämpfen fehlte uns häufig der letzte Zugriff, sodass die Gastgeber das Spiel Stück für Stück drehen konnten. Trotzdem blieben wir zunächst dran und ließen uns auch von kleineren Rückschlägen nicht abschütteln.
Bis weit in die erste Halbzeit hinein entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Wir konnten immer wieder verkürzen und hielten den Abstand gering. Kurz vor der Pause schafften wir es jedoch nicht, die entscheidenden Defensivaktionen zu setzen, sodass Kevelaer sich noch einmal leicht absetzen konnte. So ging es mit einem 22:19-Rückstand in die Halbzeitpause.
In der Kabine war klar: Offensiv war das in vielen Phasen absolut in Ordnung, defensiv mussten wir aber deutlich kompakter werden. 22 Gegentore in einer Halbzeit sind schlichtweg zu viel, wenn man auswärts etwas Zählbares mitnehmen will. Wir nahmen uns vor, in der zweiten Hälfte aggressiver zu verteidigen, besser zu kommunizieren und den Gastgebern nicht weiter so viele einfache Tore zu erlauben.
Auch nach dem Seitenwechsel blieben wir im Angriff zunächst voll im Spiel. Immer wieder fanden wir gute Lösungen, kamen über Cedric, Niklas, Jacob und Co. zu Torerfolgen und hielten den Abstand zunächst in einem Bereich, der noch Hoffnung machte. Beim 30:25, 34:30 oder auch 40:32 zeigte sich, dass wir offensiv durchaus Akzente setzen konnten und nie komplett aufgegeben haben.
Doch je länger das Spiel dauerte, desto deutlicher wurde, dass uns die Stabilität in der Defensive fehlte. Kevelaer nutzte nahezu jede sich bietende Gelegenheit und kam immer wieder zu einfachen Treffern – sei es über das Tempospiel, aus dem Rückraum oder über den Siebenmeterpunkt. Besonders Simon Gleumes auf Seiten der Gastgeber bekamen wir über die gesamte Spielzeit kaum in den Griff. Dadurch gelang es uns nicht, das Spiel noch einmal wirklich spannend zu machen.
Trotzdem ist uns zugutezuhalten, dass wir bis zum Schluss weitergespielt und uns nicht aufgegeben haben. Selbst in der Schlussphase konnten wir noch einige Treffer nachlegen und das Ergebnis zumindest etwas freundlicher gestalten. Am Ende steht dennoch eine deutliche 49:39-Niederlage auf der Anzeigetafel – ein Ergebnis, das vor allem die Probleme im Defensivverhalten klar widerspiegelt.
39 eigene Tore auswärts zu werfen, ist offensiv sicherlich kein schlechter Wert. Wenn man allerdings 49 Gegentore kassiert, wird es nahezu unmöglich, etwas mitzunehmen. Genau dort müssen wir in den kommenden Trainingseinheiten ansetzen: mehr Kompaktheit, mehr Abstimmung und mehr Konsequenz in der Abwehrarbeit.
Trotz der Niederlage nehmen wir mit, dass wir offensiv phasenweise deutlich verbessert aufgetreten sind. Darauf gilt es aufzubauen, gleichzeitig aber die defensiven Schwächen schnellstmöglich abzustellen.
Ein großes Dankeschön geht an alle Zuschauer, die uns auch in Kevelaer unterstützt haben. Eure Unterstützung bedeutet uns viel – gerade auch in schwierigen Spielen.
Wir wünschen euch allen schon jetzt eine schöne Osterzeit und freuen uns darauf, euch auch bei den nächsten Spielen wieder in der Halle zu sehen! 🐣
Für uns spielten:
Wolff, Momo Maik 0 (0/0) – Saccullo, Fabio-Giuseppe 3 (0/0) – Tekath, Cedric Aime 13 (0/1) – Kemkes, David 2 (0/0) – Rottes, Dino 0 (0/0) – Hermsen, Henning 2 (0/0) – Neumann, Paul 4 (0/0) – Kalscheur, Jacob 4 (0/0) – Hemesath, Robin 0 (0/0) – Hemmers, Joseph 0 (0/0) – Bullmann, Lukas 1 (0/1) – Krobbach, Moritz 0 (0/0) – Dietz, Ben 1 (0/0) – Eichler, Niklas 9 (4/5)
Geschrieben von David Kemkes

