Schermbeck verlangt Xanten alles ab – 6:9-Auswärtssieg nach harter Arbeit
Nur kurze Zeit nach dem Hinspiel, das als Nachholspiel ausgetragen wurde, trafen Schermbeck und Xanten erneut aufeinander. Die Gastgeberinnen aus Schermbeck hatten sich hervorragend auf die Xantenerinnen eingestellt und machten ihnen das Leben von Beginn an schwer.
Mit einer aggressiven, sehr körperbetonten Manndeckung stellte Schermbeck Xanten vor große Probleme. Überfallartige Angriffe und ständige Positionswechsel überforderten immer wieder die Xantener Abwehr. Entsprechend verschlief Xanten den Start komplett und geriet schnell mit zwei Toren in Rückstand, ohne so recht zu wissen, wie ihnen geschah. Die logische Konsequenz: frühes Timeout.
Nach der Auszeit fand Xanten langsam besser ins Spiel und erspielte sich erste Torchancen. Diese blieben jedoch häufig ungenutzt – entweder scheiterten die Würfe an der stark aufgelegten gegnerischen Torhüterin oder am Aluminium. In dieser Phase zeigte sich einzig Greta treffsicher und konnte ihre Würfe im Tor unterbringen. Defensiv hatte Xanten weiterhin Probleme mit der Zuordnung und der Aggressivität der Schermbeckerinnen. Torhüterin Sophie verhinderte mit mehreren starken Paraden einen höheren Rückstand und hielt ihr Team im Spiel. Zur Halbzeit stand es folgerichtig 3:3.
Zusätzlich taten sich die Xantenerinnen mit den ungewohnten Bedingungen in der Schermbecker Halle schwer. Die Linien auf dem Hallenboden waren nur sehr schwer zu erkennen, wodurch es immer wieder zu Missverständnissen kam und wir des Öfteren im Kreis standen.
In der Halbzeitansprache wurden klare Worte gefunden. Allen war bewusst, dass eine deutliche Leistungssteigerung nötig war, um etwas Zählbares mitzunehmen. Besonders die Zuordnung in der Abwehr musste verbessert werden. Zudem galt es, den Kampf anzunehmen und dem Gegner das eigene Spiel aufzuzwingen.
In der zweiten Halbzeit präsentierte sich Xanten dann deutlich verbessert. Die Abwehr stand deutlich stabiler, die Zuordnung passte, und man war dichter an den Gegenspielerinnen. So konnten wichtige Ballgewinne erzielt und das schnelle Umschaltspiel aufgezogen werden. Endlich spielte Xanten wieder seine Stärke aus: Tempo, Tempo, Tempo. Mit schnellen Angriffen gelangen nun auch einfache Tore.
Schermbeck hielt weiterhin kämpferisch dagegen, musste sich am Ende jedoch geschlagen geben. Xanten setzte sich verdient mit 9:6 durch.
Tore: Greta Möllemann 3, Lisa Giesen 3, Sophie Hellhorst 2, Mathilda Siebel 1
Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Lisa. Nach ihrer Verletzung aus dem letzten Spiel konnte sie unter der Woche nicht trainieren. Dennoch biss sie im Spiel auf die Zähne, stellte sich in den Dienst der Mannschaft und gab alles für das Team – eine starke kämpferische Leistung.
Ein großer Dank gilt außerdem Frieda, die spontan als Co-Trainerin eingesprungen ist und mich an der Trainerbank hervorragend unterstützt hat. Vielen Dank dafür!
Ein hartes Stück Arbeit und ein echter Charaktertest für das Team. Am Ende steht ein wichtiger Sieg – und die Erkenntnis, dass nur mit vollem Einsatz und mannschaftlicher Geschlossenheit Erfolge möglich sind.

