Heimniederlage gegen Kellen: Eine vermeidbare Pleite nach verschlafener erster Hälfte
Die Handballerinnen des TuS Xanten mussten sich im jüngsten Heimspiel gegen den BV DJK Kellen mit 8:12 (2:6) geschlagen geben. Dabei standen die Vorzeichen vor der Partie eigentlich gut. Nach den positiven Eindrücken aus dem vorherigen Spiel wollten die Xantener Mädels vor heimischem Publikum genau darauf aufbauen und den nächsten Schritt machen. Doch am Ende kam leider alles ganz anders.
Coach Frank hatte vor dem Anpfiff die Qual der Wahl. Bis auf die verletzten bzw. fehlenden Sophie H. und Amelie H. konnte Xanten mit einer nahezu vollen Besetzung antreten. Die personelle Stärke spiegelte sich jedoch nicht auf dem Spielfeld wider, denn das Team verschlief die erste Hälfte komplett.
Alles, was die Mannschaft im vorherigen Spiel noch ausgezeichnet hatte, ließ sie an diesem Tag schmerzlich vermissen:
- Kein Tempo im Umschaltspiel
- Kaum Bewegung im Positionsangriff
- Ganz wenig Mut in den Einzelaktionen
Die Gäste aus Kellen nutzten diese Passivität der Xantener Deckung gnadenlos aus. Der BV DJK zog sein Spiel primär über den Rückraum auf. Da die Xantenerinnen nicht entschlossen genug heraustraten, konnten die Kellener Spielerinnen aus der zweiten Reihe völlig ohne Bedrängnis Maß nehmen und ihre Abschlüsse in aller Ruhe vorbereiten. Dass der Rückstand zur Pause mit 2:6 noch halbwegs glimpflich ausfiel, war einzig den Xantener Torhüterinnen zu verdanken, die als Einzige Normalform erreichten. Alle anderen Akteurinnen wirkten in ihren Aktionen total gehemmt.
Besonders im Angriff war an diesem Tag mächtig Sand im Getriebe. Es entwickelte sich phasenweise ein reiner Standhandball. Egal, was Trainer Frank von der Seitenlinie aus versuchte oder taktisch umstellte – eine dauerhafte Veränderung war nicht zu sehen. Das Spiel plätscherte dahin, und immer wenn man das Gefühl hatte, die Xantenerinnen würden endlich aufwachen, verpuffte der Schwung schnell wieder.
Dennoch bewiesen die Mädels Moral: In der zweiten Halbzeit kämpfte sich der TuS plötzlich bis auf 6:7 heran. Xanten war jetzt am Drücker und die Halle peitschte das Team nach vorn. Kellens Trainer reagierte jedoch prompt mit einer Auszeit. Diese taktische Unterbrechung zeigte Wirkung: Der Xantener Schwung war dahin, das Team fand nicht mehr in die Erfolgsspur und Kellen brachte den Vorsprung am Ende sicher ins Ziel.
Nach dem Schlusspfiff und der 8:12-Niederlage blieb die bittere Erkenntnis: War diese Pleite vermeidbar? Das Fazit fällt mit einem ganz klaren „JA“ aus. Das Spiel hat der Mannschaft schmerzhaft vor Augen geführt, dass in dieser Liga niemandem etwas geschenkt wird. Um etwas Zählbares mitzunehmen, müssen die Xantenerinnen in jeder Sekunde alles in die Waagschale werfen.
Tore: Mathilda Siebel 4, Lisa Giesen 2, Marie Watermann 1, Greta Möllemann 1
Nun heißt es: Mund abwischen, die Fehler analysieren und weitermachen!
Schon nächste Woche steht das nächste Heimspiel auf dem Programm. Dann empfängt der TuS Xanten den MTV Rheinwacht Dinslaken.
Die Mannschaft hofft auch am kommenden Wochenende wieder auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung von den Rängen.
Die Mädels wollen und werden beweisen, dass sie es deutlich besser können!

