Not gegen Elend
Am Sonntag, dem 22.02.2026, ging es für uns nach Issum. Das letzte Spiel war unentschieden ausgegangen, allerdings wurde uns der Punkt im Nachhinein aberkannt. Dementsprechend wollten wir Vollgas geben, um uns diesen verlorenen Punkt zurückzuholen. Personell waren wir gut aufgestellt. Doch bereits beim Aufwärmen erreichte uns die erste Hiobsbotschaft – wir würden mit Harz spielen. Das war für uns ernüchternd, da wir daran nicht gewöhnt sind. Trotzdem gingen wir motiviert in die Partie.
Mit ein paar Minuten Verspätung wurde das Spiel angepfiffen. Die Probleme mit dem Harz machten sich sofort bemerkbar, und wir leisteten uns unnötige technische Fehler. Außerdem agierten wir im Angriff viel zu hektisch, konnten uns nicht durchsetzen und fanden kein Mittel gegen die 5-1-Deckung der Gastgeber. So gerieten wir früh in Rückstand, der lediglich dank der starken Leistung unseres Torhüters in einem noch halbwegs erreichbaren Rahmen blieb. Leider zog sich unsere Unsicherheit durch die gesamte erste Hälfte und wandelte sich zunehmend in Frustration. Auch das frühe Timeout zeigte nicht die erhoffte Wirkung, und wir gerieten weiter ins Hintertreffen. Somit stand es zur Halbzeit bereits 16:8 für Issum.
In der Kabine herrschten Enttäuschung, Unzufriedenheit und Sprachlosigkeit. Nichts von dem, was wir uns vorgenommen hatten, wurde umgesetzt. Die Inhalte aus den Trainingseinheiten waren auf dem Feld nicht wiederzuerkennen, und die technischen Fehler häuften sich. Trotzdem wollten wir uns noch einmal aufraffen und zeigen, dass wir es eigentlich besser können.
Also gingen wir mit neuer Motivation zurück aufs Feld. Unser Torwart konnte direkt den ersten Wurf der zweiten Hälfte parieren, und wir kamen in Ballbesitz. Diese Chance wollten und mussten wir nutzen, um den Anschluss zu finden. Das gelang uns, und es fühlte sich kurz wie ein Befreiungsschlag an. Wenig später legten wir ein weiteres Tor nach, ohne selbst eines zu kassieren. In der sechsten Minute traf uns jedoch eine rote Karte, die uns zunächst aus dem Konzept brachte. Dennoch fanden wir schnell wieder in unseren Rhythmus und konnten diesen kleinen Lauf in den ersten zehn Minuten aufrechterhalten. Doch plötzlich war der Spielfluss wieder verschwunden. Wir verfielen erneut in die Muster der ersten Hälfte: technische Fehler, fehlendes Konzept, ungenaue Pässe, keine Konsequenz im Angriff und in der Abwehr – insgesamt eine Vorstellung, die unserem eigenen Anspruch in keiner Weise gerecht wurde. Auch unserem Trainer war die Frustration anzumerken, und schließlich kassierte auch die Bank eine rote Karte. Wut, Frust und Fassungslosigkeit waren überall zu spüren – und genauso spielten wir auch. Wir fanden keinen Weg mehr zurück ins Spiel und konnten am Ende nur noch etwas Ergebniskosmetik betreiben. Schlussendlich stand eine 30:21-Niederlage auf der Anzeigetafel.
Am Ende gibt es leider nichts schönzureden. Doch genau deshalb müssen und werden wir es im nächsten Spiel besser machen. Am Samstag, dem 28.02., spielen wir in heimischer Halle gegen den SV Schermbeck.
Wir freuen uns auf eure Unterstützung und bedanken uns herzlich bei allen, die uns am Sonntag in Issum begleitet haben.
Also bis Samstag✌🏼
Für uns spielten: Wolff, Momo Maik 0 (0/0) – Tekath, Cedric Aime 6 (0/0) – Kemkes, David 1 (0/0) – Plegge, Lasse 0 (0/0) – Glenk, Simon 4 (1/2) – Neumann, Paul 3 (0/0) – Kalscheur, Jacob 2 (0/0) – Janßen, Wilhelm 1 (0/0) – Herzberg, Sascha 1 (0/0) – Hemesath, Robin 1 (0/0) – Hermsen, Henning 0 (0/0) – Hemmers, Joseph 0 (0/0) – Bullmann, Lukas 0 (0/0) – Krobbach, Moritz 0 (0/0) – Dietz, Ben 1 (1/1) – Eichler, Niklas 1 (0/0)
Geschrieben von David Kemkes

